Für ein normales Radeon-Treiberupdate brauchst du ein kompatibles Paket von AMD oder dem PC-Hersteller, eine Installation, einen Neustart und eine Ergebniskontrolle. Vorher sämtliche Grafiktreiber zu entfernen, ist nicht nötig. Beim Notebook führt der erste Weg zur Supportseite des genauen Modells. Hat erst ein Update Probleme ausgelöst, sichere dir zunächst den Weg zur funktionierenden Version zurück.

Eine Erfolgsmeldung im Installer beantwortet noch nicht die entscheidende Frage: Ist der richtige Treiber installiert geblieben, und funktioniert dein Spiel, Bildschirm oder Programm jetzt wie erwartet?

Wo du anfangen solltest

  • Radeon im Desktop-PC, normales Update: GPU-Modell feststellen, dann AMD Drivers and Support öffnen. Unterstützte Hardware, Windows-Version und Versionshinweise des Pakets prüfen.
  • Notebook oder All-in-one mit angepasster Grafiklösung: zuerst das Paket des Computerherstellers prüfen. AMD empfiehlt in seinen Kompatibilitätshinweisen für Notebooks OEM-Treiber für integrierte und separate GPUs. Ein generisches AMD-Paket kann infrage kommen; entscheide dich bewusst dafür und halte ein funktionierendes Rückkehrpaket bereit.
  • Grafikhardware unbekannt: zuerst identifizieren. Der Name eines Ryzen-Prozessors verrät nicht, welche separate Radeon-Karte eingebaut ist. Unser Ratgeber zu PC-Daten in Windows zeigt die passenden Stellen.
  • AMD Software startet nicht oder ein Update verursacht Fehler: mit den Fehlerbildern weiter unten beginnen. Erneutes Herunterladen allein ist keine Diagnose.

Hier geht es um Radeon-Grafik für Privatanwender unter Windows. Radeon PRO, Linux, verwaltete Firmen-PCs und ältere Produkte mit eigenem Treiberzweig brauchen den jeweiligen Supportweg. Grafiktreiber und AMD-Chipsatztreiber sind unterschiedliche Pakete.

Vorher den funktionierenden Zustand festhalten

Öffne per Rechtsklick auf Start den Geräte-Manager → Grafikkarten. Wähle beim Radeon-Gerät Eigenschaften → Treiber und notiere Modell, Treiberversion und Datum. Werden zwei Grafikadapter angezeigt, erfasse beide; rate nicht, welcher welchen Bildschirm versorgt.

Drücke Win + R, gib winver ein und notiere Windows-Version und Build. Bewahre den Installer oder die offizielle Downloadadresse eines passenden, funktionierenden Treibers auf, besonders beim OEM-Notebook. Speichere deine Arbeit, schließe Spiele und grafikintensive Programme, verbinde das Notebook mit dem Netzteil und lass ein bereits laufendes Windows-Update zunächst fertig werden.

Paketversion und Treiberversion getrennt notieren. Die Nummer von AMD Software kann anders aussehen als die längere Treiberversion in Windows. Vergleiche vorher und nachher dieselbe Windows-Anzeige. Das Datum allein identifiziert die Änderung nicht zuverlässig.

Ändere nicht gleichzeitig GPU-Tuning, BIOS und Spieleinstellungen. Sonst lässt sich schwer erkennen, welche Änderung geholfen oder geschadet hat.

Das passende Paket herunterladen

Nutze auf der AMD-Seite Search or Browse Drivers and Support by Product, wenn du das Modell kennst. Alternativ erkennt Auto-Detect and Install die Hardware auf dem zu aktualisierenden Rechner. Die Produktauswahl trennt Grafikkarten, Prozessoren und Chipsätze: Der Mainboard-Chipsatz ist nicht die Auswahl für einen separaten Radeon-Grafiktreiber.

Das solltest du sehen: ein Ergebnis für dein tatsächliches Produkt und einen Betriebssystembereich, der zu deiner Windows-Installation passt. Liegt das Produkt auf einem älteren Supportzweig oder fehlt dein Betriebssystem, nutze dessen Supportinformationen. Erzwinge kein Paket für eine neuere Karte.

AMD erläutert automatische Erkennung und Paketauswahl: Recommended legt den Schwerpunkt auf Zertifizierung und Stabilität; Optional kann neuere Fehlerbehebungen oder Funktionen enthalten. Lies unterstützte Produkte, bekannte Probleme und die für dich relevante Änderung. Eine höhere Versionsnummer verspricht weder mehr FPS noch die Lösung jedes Absturzes.

Lade bei AMD oder dem Computerhersteller herunter. Suchanzeigen, neu verpackte Installer und kostenpflichtige „Driver Updater“ liefern keinen zusätzlichen Nachweis der Kompatibilität.

Normal installieren und Komponenten bewusst wählen

  1. Offiziellen Installer starten. Prüfe den Herausgeber in der Windows-Berechtigungsabfrage und lass die Kompatibilitätsprüfung durchlaufen. Lies die Lizenz vor dem Fortfahren. Meldet das Paket nicht unterstützte Hardware, prüfe die Auswahl, statt die Kontrolle zu umgehen.
  2. Installationsumfang prüfen. AMDs bebilderte Installationsanleitung beschreibt Default, Minimal und Driver Only. Default umfasst mehr Softwarefunktionen, Minimal grundlegende Bedienelemente. Driver Only installiert keine AMD-Software-Oberfläche. Wähle passend zu benötigten Aufnahme- oder Tuningfunktionen; zusätzliche angebotene Software ist eine eigene Entscheidung.
  3. Factory Reset beim normalen Update ausgeschaltet lassen. Die Option entfernt und installiert neu; sie ist kein notwendiger Leistungsschub. AMD warnt, dass anschließend kein Rollback zum zuvor installierten Treiber möglich ist. Ist eine saubere Neuinstallation zur Fehlerbehebung nötig, halte vorher das passende Wiederherstellungspaket bereit.
  4. Installation abschließen lassen. Kurzes Bildschirmflackern beim Treiberwechsel kann vorkommen. Warte auf die Abschlussmeldung und starte neu, wenn du dazu aufgefordert wirst. Ein dauerhaft schwarzer Bildschirm bedeutet keinen erfolgreichen Abschluss.

Danach erwartet: Der Desktop erscheint wieder, Windows erkennt die Radeon, und AMD Software lässt sich öffnen, sofern der gewählte Modus sie enthält. Bei Driver Only ist die fehlende Oberfläche normal.

Prüfen, ob das Update wirklich geholfen hat

Vergleiche dieselben Punkte vor und nach dem Update. So fällt auch auf, wenn Windows den Treiber wieder ersetzt hat.

  • Im Geräte-Manager → Radeon → Eigenschaften → Treiber die installierte Version notieren und auf Gerätewarnungen achten.
  • Bei Default oder Minimal AMD Software öffnen und auf eine Kompatibilitätsmeldung prüfen.
  • Auflösung, Bildwiederholrate, angeschlossene Monitore und gegebenenfalls Standby/Aufwachen kontrollieren.
  • Die ursprüngliche Aufgabe wiederholen: dieselbe Spielszene, Videowiedergabe oder Programmaktion, mit unveränderten Einstellungen. Festhalten, ob das Problem erneut auftritt.

Kopiere diese Vorlage in eine Notiz. Über Als PDF speichern kannst du die Anleitung für den Neustart bereithalten:

PC-/Notebook-Modell und GPU(s):
Windows-Version/Build:
Problem und reproduzierbarer Auslöser:
Vorher: Windows-Treiberversion / Datum:
Download: Quelle / Paketversion:
Installationsmodus:
Nach Neustart: Windows-Treiberversion / Datum:
Monitore, Bildwiederholrate und ursprüngliche Aufgabe geprüft:
Ergebnis / genaue Fehlermeldung:
Funktionierendes Paket oder Rollback verfügbar:

Wenn das Update nicht funktioniert

Fehler 202 oder 206: Windows aktualisiert oder braucht einen Neustart

Schließe das ausstehende Windows-Update ab oder starte neu. Versuche danach das kompatible Paket erneut. AMD führt diese Zustände in seiner Installationsanleitung auf. Mehrere gleichzeitig gestartete Installer beseitigen kein ausstehendes Systemupdate.

Fehler 205: Windows könnte den Treiber ersetzt haben

Prüfe zuerst die tatsächlich installierte Version. AMDs Anleitung zu Fehler 205 behandelt den von Windows zurückgeänderten Grafiktreiber mit einem gezielten Verfahren über die Geräteinstallationseinstellungen. Nutze es für dieses Fehlerbild; deaktiviere Windows-Updates nicht dauerhaft.

AMD Software meldet einen inkompatiblen Treiber

Das ist etwas anderes als die bewusst gewählte Installation Driver Only. Prüfe Treiber und Softwarepaket. AMDs PA-300-Seite bietet dafür das offizielle Software Compatibility Tool. Bei einem OEM-Paket auch die passende Software des PC-Herstellers prüfen, statt Pakete beliebig zu mischen.

Fehler 173 oder 182: Hardware und Paket passen nicht zusammen

Gerätenamen, Supportzweig und Betriebssystem erneut prüfen. AMD unterscheidet in der Installationsanleitung zwischen nicht erkannter AMD-Grafikhardware und nicht unterstützter Hardware beziehungsweise Konfiguration. Entferne keinen funktionierenden Treiber, nur damit ein inkompatibler Installer weiterläuft.

Nach dem Update treten neue Abstürze oder Bildprobleme auf

Hat die vorherige Version funktioniert, prüfe den Windows-Rollback: Geräte-Manager → Grafikkarten → Radeon → Eigenschaften → Treiber → Vorheriger Treiber. Microsoft beschreibt das Verfahren; Administratorrechte sind erforderlich. Starte bei Aufforderung neu. Ist die Schaltfläche nicht verfügbar, bietet Windows darüber keinen Rollback an. Nutze dann das bekannte kompatible Paket oder die Wiederherstellungsanleitung des Herstellers.

Bereinigung ist ein späterer Schritt. Bei einem hartnäckigen Installationsproblem entfernt die AMD Cleanup Utility AMD-Grafik- und Audiotreiber, aber keine AMD-Chipsatztreiber. AMD empfiehlt den abgesicherten Modus; nach der Bereinigung ist ein Neustart erforderlich. Lies die aktuellen Anweisungen und halte das Ersatzpaket vorher bereit. DDU gehört nicht zusätzlich zu jedem normalen Update.

Bleibt der Bildschirm unbenutzbar, scheitern sowohl das neue als auch das bekannte funktionierende Paket oder wird der Rechner vom Arbeitgeber verwaltet, beende die Installationsschleife und kontaktiere den Computerhersteller beziehungsweise die zuständige IT. Versionsprotokoll und genaue Fehlermeldung helfen mehr als „neuester Treiber installiert“.

Häufige Fragen

Muss ich vor jedem Update den alten Treiber deinstallieren?

Nein. Beginne mit einem normalen kompatiblen Update. Entfernung, Factory Reset und Bereinigung brauchen einen konkreten Fehlerfall; Rückkehrpaket und Folgen sollten vorher klar sein.

Sollte ich einen funktionierenden PC sofort bei jeder neuen Version aktualisieren?

Lies den Anlass der Veröffentlichung. Ein Fix für dein Spiel kann ein guter Grund sein; eine für dich unwichtige Funktion muss nicht dringend sein. Ändere ein stabiles System nicht unmittelbar vor unaufschiebbarer Arbeit. Die Windows-Sicherheitsupdates sind eine separate Entscheidung.

Ist fehlende AMD Software ein Installationsfehler?

Bei Driver Only nicht. Prüfe Gerät und Treiber in Windows. Willst du die Oberfläche, wähle ein kompatibles Paket und einen Installationsmodus, der sie enthält.

Behebt ein Grafiktreiber jedes FPS-Problem?

Nein. CPU, Arbeitsspeicher, Temperatur und Spiel-Engine können weiterhin begrenzen. Prüfe das konkrete Problem; kaufe nicht allein wegen einer erfolgreichen Installationsmeldung eine neue GPU und installiere nicht endlos Treiber neu.